Was haben Henri Dufour, Ottolenghi und automatische Spracherkennung miteinander zu tun? Für die Mitglieder von euro communication besteht seit dem 15. und 16. August jedenfalls eine Verbindung zwischen den dreien: Genf. Dort haben wir uns an dem erwähnten Wochenende zu einer weiteren Halbjahressitzung getroffen, die sich auf verschiedenen Ebenen mit dem Gestern, Heute und Morgen befasste.

Neben den standesüblichen Formalitäten kommen bei unseren Sitzungen immer auch aktuelle und zukünftige Entwicklungen im Berufsfeld zur Sprache. In Genf stand CAI (Computer-Aided Interpreting) im Zentrum, also diverse Soft- und Hardware-Tools, die Dolmetscher:innen bei Ihrer Arbeit unterstützen sollen. Dabei reicht die Spannbreite von einfacher Textverarbeitung über Prompt Engineering für Chatbots und KI-unterstützte Terminologie-Software bis zu automatischer Spracherkennung (ASR) als Unterstützung in der Kabine. Nach einem umfassenden Überblick wurde ausführlich diskutiert, welche dieser Hilfsmittel uns für unsere Arbeit dienlich sein können, und welche Aspekte aus ethischer, rechtlicher und finanzieller Sicht zu bedenken sind. Unser Fazit: Einige Möglichkeiten klingen interessant, wir werden sie in nächster Zeit aber erst noch auf ihre Praxistauglichkeit prüfen müssen.
Im gemütlicheren Teil des Programms flanierten wir durch das Genfer Quartier Plainpalais mit den charakteristischen Bauten der Gebrüder Honegger und besuchten den Cimetière des Rois mit den letzten Ruhestätten verschiedener für Genf und darüber hinaus prominenter Persönlichkeiten von Johannes Calvin über Henri Dufour bis Jean Ziegler. Schließlich kehrten wir in die Gegenwart zurück und ließen uns im Restaurant Ottolenghi Geneva kulinarisch verwöhnen.

Jetzt sind wir gespannt auf den regelmäßigen (Online-)Austausch im nächsten Halbjahr, werden fleißig neue Tools testen und immer wieder Altes, Aktuelles und Aufkommendes besprechen. À propos Zukunft: Wir freuen uns, bei unserer nächsten Sitzung im Februar ein neues Mitglied aus Paris willkommen zu heißen.
Paula Hüsser & Lorenz Mohler

