Treffen sich ein Franzose und ein Australier, …

Liest man diese ersten Worte, erwartet man ja in der Regel einen Witz. Nun würden zwar böse Zungen heutzutage auch eine Zusammenkunft zweier Präsidenten als Witz bezeichnen, und ein gewisses Lächeln huscht einem beim Lesen dieser Story auch über die Lippen – doch in einem anderen Kontext könnte man sich auch ernstere Konsequenzen ausmalen:

Bei seinem Staatsbesuch in Australien hat der französische Präsident Macron die Gattin seines australischen Gastgebers als „lecker“ oder „köstlich“ gelobt – als ob er sie gerade vernascht hätte. Doch das wollen wir dem neuen Star am europäischen Politikhimmel nun mal nicht unterstellen. Er hat sich wohl nur von einem falschen Freund reinlegen lassen. Denn das französische „délicieux“ drückt tatsächlich sowohl eine kulinarische Begeisterung als auch eine allgemeine Wertschätzung einer Person im Sinne von „reizend“ aus. Doch leider ist das englische „delicious“ rein auf die Kulinarik beschränkt.

Wenn man sich nun vorstellt, dass sich die Präsidenten zweier Atommächte treffen,
so ließe sich der Titel dieses delikaten Beitrags wohl am besten vervollständigen mit
„ … sollten sie einen Dolmetscher dabei haben“.

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Er versteht kein Deutsch – aber nimmt es mit Humor!

Ben Bloom, Journalist des englischen „The Telegraph“, stand dieser Tage vor einer großen sprachlichen Herausforderung: Er sollte einen Live-Blog zu der Pressekonferenz von Borussia Dortmund zum Abschied von Jürgen Klopp erstellen. Das Dumme daran war, dass die Pressekonferenz auf Deutsch und ohne Simultandolmetscher abgehalten wurde und Bloom des Deutschen nicht mächtig ist. Herausgekommen ist dabei ein amüsanter Blog-Post, in dem der Autor sich mehrfach über seine eigenen fehlenden Sprachkenntnisse lustig macht und bedauert, kein Deutsch gelernt zu haben – „I’d love to tell you what Klopp is saying. He is saying a lot. But I can understand precisely none of it“. Mit diesem lustigen Blog-Post wurde Bloom rasch zum Star der Internet-Gemeinde, und der Telegraph sah sich schließlich sogar veranlasst, in einem zusätzlichen Blog-Beitrag zu verkünden, dass Ben Bloom NOCH nicht gefeuert wurde, sondern sofort nach Dienstende einen Deutschkurs aufgenommen hat. Der äußerst unterhaltsame Wortlaut ist hier zu finden.