Online-Übersetzer – es hätte schlimmer kommen können

Kurioses von den Olympischen Winterspielen in Südkorea: Verschiedene Medien haben über die Eierbestellung für das norwegische Olympiateam berichtet. Die Köche, die die skandinavischen Skijäger und Schanzenspringer versorgen, wollten eigentlich 1500 Eier haben; doch durch einen Fehler bei der Übersetzung mit Hilfe eines Online-Übersetzungsprogramms wurden letztlich 15.000 Eier angeliefert. Da wären wohl so manchem Sportler die Eier zu den Ohren wieder rausgekommen – doch zum Glück konnten die zu viel bestellten Eier wieder zurückgegeben werden.

Unter anderen Umständen kann so was auch mal richtig ins Auge gehen, man denke nur an eine Bilanzpressekonferenz oder ein internationales Regierungstreffen …

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Achtung Sprachkünstler – neue englische Begriffe !

Die Sprache lebt ja bekanntlich. Dem will sich auch das Oxford English Dictionary nicht verschließen und hat nun einige neue Begriffe aufgenommen, die sich im mündlichen Sprachgebrauch bereits etabliert haben. Aus Sicht der Sprachentwicklung ist sicher der Begriff „woke“ sehr interessant; seine ursprüngliche Bedeutung von „gut informiert, auf dem Laufenden“ hat sich vornehmlich durch den Gebrauch in der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung gegen die Unterdrückung afro-amerikanischer Mitbürger verengt auf die politische Wachsamkeit gegenüber Diskriminierung und Unterdrückung.

Für Übersetzer und Dolmetscher dürfte auch „post-truth“ als Äquivalent zum deutschen „Postfaktischen“ hilfreich sein. Zum Schmunzeln hingegen ist die neue Verwendung von „son of a bachelor“ als Ausdruck der Verachtung.

Einen kurzen Überblick über die Neuaufnahmen in das Standardwörterbuch der englischen Sprache bietet unter anderem ein Artikel auf Spiegel Online.

Russische Steppe oder Südanatolien – die Herkunft unserer Sprache

Zwar herrscht unter Linguisten und Archäologen Einigkeit dahingehend, dass das Hethitische die älteste schriftlich belegte indoeuropäische Sprache ist – und auch, dass sich aus dieser Sprache heraus viele der heutigen Sprachen Europas entwickelt haben. Doch wo diese Ursprache zuerst gesprochen wurde, darüber streiten sich die Gelehrten auch heute noch. Die einen siedeln den Ursprung in den russischen Steppen nördlich des Schwarzen Meeres an, andere favorisieren Südanatolien. Zusätzliche Brisanz erhielt die Diskussion durch die Arbeiten eines Evolutionspsychologen, der mit Hilfe eines Computerprogramms eine Art linguistischen Stammbaum der indoeuropäischen Sprachen aufbaute – und dabei die Wurzeln dieser Sprachfamilie auch in Südanatolien ansiedelte.

Der komplette, nicht nur für Sprachwissenschaftler und -anwender interessante Artikel ist hier in der Stuttgarter Zeitung nachzulesen.