Achtung – Blender gibt es überall

Für große Aufregung sorgt in diesen Tagen der Einsatz eines Gebärdendolmetschers bei der Trauerfeier für Nelson Mandela. Der gute Mann war der Aufgabe anscheinend nicht gewachsen, möglicherweise hatte er gar keine entsprechende Ausbildung (siehe beispielsweise Artikel im Spiegel). Und dieses Phänomen ist nicht auf das Gebärdendolmetschen beschränkt. Auch beim „normalen“ Simultandolmetschen – bei Fachkongressen, Hauptversammlungen, Pressekonferenzen, usw. – kommt es immer wieder vor, dass den vermeintlichen Dolmetschern die richtigen Worte fehlen und sie sich in häufigen Wiederholungen einfacher, teils sinnentleerter Phrasen ergehen.

Wie kann man sich als Kunde davor schützen?

Zunächst ist es sinnvoll, vor der Beauftragung von Dolmetschern genau hinzuschauen, mit wem man es zu tun hat. Blender lassen sich dabei durch gezielte Erkundigungen (z. B. nach Referenzen oder Einsätzen bei ähnlichen Veranstaltungen) oft schnell entlarven. Zudem ist es ratsam, nicht schlichtweg das billigste Angebot anzunehmen – ein höheres Honorar ist zwar nicht automatisch die Garantie für hochwertige Leistungen, doch andererseits wagen es schlechter qualifizierte Dolmetscher nicht auch noch, angemessene Honorare zu verlangen. Und schließlich kann man allen Kunden nur raten, bei jeder Veranstaltung, bei der sie Dolmetscher im Einsatz haben, genau hinzuhören. Zwar lässt sich die gerade laufende Veranstaltung im schlimmsten Fall nicht mehr retten, aber zumindest für das nächste Mal ist man dann schlauer!

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